„Krebs muss nicht das Ende sein“

„Krebs muss nicht das Ende sein“ Von Berlin bis zum Taj Mahal: Mit seiner 8.000 Kilometer langen Radtour möchte John Müller jungen Menschen mit Krebs Mut machen und auf Sarkome aufmerksam machen. Im Sarkom-Awareness-Monat Juli erzählt der 25-Jährige, warum diese Reise für ihn viel mehr bedeutet als eine sportliche Herausforderung.
Zehn Monate Krankenhaus. 14 Chemotherapiezyklen. Diagnose: Ewing-Sarkom – ein hochaggressiver Tumor. Weniger als 100 Menschen in Deutschland erhalten diese Diagnosejedes Jahr. In den dunkelsten Stunden im Krankenhaus habe ich mir geschworen: Wenn ich hier lebendig herauskomme, möchte ich etwas zurückgeben. Überleben allein reicht mir nicht. 
2,5 Jahre nach meiner letzten Chemotherapie fahre ich 8.000 Kilometer mit dem Fahrrad von Berlin bis zum Taj Mahal – für junge Menschen mit Krebs, die sich fragen, ob ihre Träume noch zählen.

Sie zählen!

Vor dieser Reise war ich noch nie 100 Kilometer am Stück Fahrrad gefahren. Heute habe ich bereits mehr als 5.000 Kilometer zurückgelegt und fahre täglich rund 100 Kilometer. Für mich ist jede Etappe ein Zeichen der Verbundenheit mit den Menschen, die Tag für Tag ihre Behandlung bewältigen.

Ich kenne das Krankenzimmer. Die Decke, die man monatelang anstarrt. Das Piepsen der Infusionspumpe. Deshalb besuche ich auf meiner Reise Krankenhäuser und spreche mit jungen Patientinnen und Patienten, ihren Angehörigen und Sarkom-Spezialistinnen und -Spezialisten.

In Bulgarien traf ich einen Jungen mit einem 30 Zentimeter großen Tumor im Knie. Er brauchte kein Mitleid, sondern jemanden, der verstand, was er gerade durchlebt. Seine Worte begleiten mich seitdem auf jedem Kilometer: „Weine nicht um mich. Kämpfe mit mir.“

Diese Begegnung erinnert mich jeden Tag daran, warum ich unterwegs bin: um Hoffnung weiterzugeben und zu zeigen, dass Krebs Träume verändern kann – aber nicht beenden muss. 
Wer Teil meiner Reise sein möchte, kann mich auf Instagram und TikTok unter @8000km.livebegleiten.“

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