„Gutes Körpergefühl“ - Yeswecan!cer-Unterstützerin Karla Borger (30) im Interview

14.05.2019

Mehr Wertschätzung für jede Minute auf der Erde und Dankbarkeit, das ich noch mehr von meinem Leben genießen kann Karla Borger

2017 wurde bei Beachvolleyballerin Karla Borger im Rahmen einer Vorsorgeuntersuchung #Gebärmutterhalskrebs entdeckt. Da die Diagnose in einem frühen Stadium kam, konnte die #Spitzensportlerin schon bald nach der Operation wieder trainieren. Aktuell bereitet sie sich auf die Beachvolleyball-#Weltmeisterschaft in #Hamburg vor (28. Juni bis 7. Juli). 2020 soll es nach Tokyo zu den Olympischen Spielen gehen. Wir fragten sie, was die Erkrankung bei ihr verändert hat. Ein #Mutmacher-Gespräch.

Karla, warum unterstützt Du yeswecan!cer?

Als ich davon gehört habe, fand ich die Idee, eine Plattform zum Austausch, sowohl für Betroffene als auch Angehörige etc. zu haben genial und freue mich für jeden, der auf diese Plattform aufmerksam wird.

Warum ist es Dir so wichtig, über Vorsorge zu sprechen und damit die Leute zu motivieren, zum Arzt zu gehen?

Ich glaube, dass wir in unserer Gesellschaft Krebs immer noch als eine Art Tabu-Thema ansehen, und mir selbst ist ja genau ein schlimmeres Schicksal durch eine regelmäßige Vorsorge erspart geblieben. Daher kann ich aus eigener Erfahrung nur jedem raten zur Vorsorge zu gehen, gerade und unbedingt auch Männern.

Wie hat sich Dein Leben nach der Diagnose geändert?

Mehr Wertschätzung für jede Minute auf der Erde und Dankbarkeit, das ich noch mehr von meinem Leben genießen kann.

Als Sportlerin bist Du auf Deinen Körper angewiesen – hat sich Dein Verhältnis zu ihm geändert? Vertraust Du Deinem Körpergefühl mehr oder weniger als früher?

Ich glaube, dass ich als Sportler ein sehr gutes Körpergefühl habe, und mich selbst sehr gut einschätzen kann, zu meinem Verhältnis hat sich verändert, das ich noch mehr auf meine Ernährung achte und vor allen Dingen versuche auf tierische Produkte zu verzichten.

Wie wichtig war es für Dich, schnell wieder ins Training zu kommen? Inwieweit hat der Sport dir geholfen, mit der Diagnose fertig zu werden?

Am liebsten wollte ich meinen Sport sofort wieder ausüben und hatte eigentlich keine anderen Gedanken, als wieder aufs Feld zu kommen, für mich war es vielleicht sogar eine Art Therapie, mich so zu fokussieren, schnell wieder meine volle Leistung abrufen zu können.

Zusätzlich habe ich mit meinem kompletten Umfeld sehr viel über das Thema gesprochen, was mir vermutlich auch geholfen hat, besser damit klarzukommen.

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